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Was tun bei Trockenen Augen?

Ein Blick in die Augen verrät mehr über uns als tausend Worte. Was aber ist, wenn sie ständig brennen, jucken, man das Gefühl hat, ein Sandkorn sei drin, wenn die Lider anschwellen, die Augen tränen, gerötet sind, man nicht mehr richtig sehen kann? Dann möchte man die Augen am liebsten geschlossen halten und gar nichts mehr sehen.

Wer das erlebt, leidet unter „trockenen Augen“ heute eine Volkskrankheit, die vielen Menschen zu schaffen macht.

Der Augapfel ist glatt und geschmeidig. Die Hornhaut darüber hat keine eigenen Blutgefäße, um das Sehen nicht zu stören. Aber sie wird ständig von einem Tränenfilm benetzt. Dieser wird durch den Lidschlag auf deren Oberfläche transportiert. Der Feuchtigkeitsfilm versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen, wie Glukose und Sauerstoff, auch Stoffwechselprodukte werden durch diesen entsorgt. Er enthält keimtötende Substanzen, schützt vor Infektionen und enthält auch einen klebrigen Schleim, so dass er auf der Hornhautoberfläche haften kann. Der regelmäßige Lidschlag sorgt für einen frischen Tränenfilm.

Die Produktion dieser Tränenflüssigkeit unterliegt Schwankungen. Abends, wenn wir müde werden, ist sie gering. „Das Sandmännchen kommt“, streut ein Korn ins Auge, so empfinden wir das. Die Produktion der Tränenflüssigkeit nimmt im Alter ab, oder die Qualität ist nicht mehr so gut. Das geschieht z.B. durch Hormonveränderungen bei Frauen. Alle möglichen Krankheiten, so wie Rheuma oder Diabetes können die Ursache sein. Es gibt auch Medikamente, z.B. Betablocker, Antidepressiva und blutdrucksenkende Mittel, bei denen als Nebenwirkung eine Veränderung der Augenflüssigkeit in Erscheinung treten kann.

Ursache davon kann der Feinstaub in der Luft sein oder der Mangel an Luftfeuchtigkeit in schlecht gelüfteten Räumen. Es ist beobachtet worden, dass Menschen, die den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, unter trockenen Augen leiden. Sie starren gebannt auf den Bildschirm, dabei vermindert sich der Lidschlag, die Hornhaut wird zu wenig mit Feuchtigkeit benetzt.

Erst richtig schlimm wird das Leiden, wenn die Qualität der Tränenflüssigkeit so schlecht ist, dass sich die Augen entzünden. Dann werden die Augenlider rot, oder das Auge „tränt“, weil es helfen will, die eingedrungenen Keime zu zerstören.

Die Ursachen für trockene Augen sind also sehr unterschiedlich. Um sie zu erkennen, sollte man sich an den Augenarzt wenden. Wer Kontaktlinsen trägt, muss dafür sorgen, dass sie mit Augenflüssigkeit gut versorgt sind. Der Arzt kann die Qualität der Tränenflüssigkeit untersuchen und herausfinden, wie man sie verbessern kann.

Von Ihrem Apotheker können Sie erfahren, mit welchen Mitteln die Befeuchtung der Augen verbessert werden können. Es gibt solche, die den instabilen Tränenfluss ersetzen oder die Reizzustände lindern. Fragen Sie ihn oder einen Arzt.