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Sich auch im Alter in seiner Haut wohl fühlen

möchte jeder Mensch, aber, nimmt man diesen verbreiteten Wunsch wörtlich, ist das gar nicht so leicht.

Sie ist das größte Organ des Menschen, das seinen Körper als Barriere zur Außenwelt ganz abdeckt. Auf ihr spüren wir alle Berührungen, Hitze und Kälte. Alle Einflüsse der Umwelt wirken auf sie ein. Sie soll uns vor mechanischen Belastungen schützen, Wärme des Körpers regulieren, die notwendige Körpertemperatur von 37 Grad erhalten. Haut aber stellt auch eine enge Verbindung zwischen den inneren Organen und der Außenwelt dar. Sie bildet ab, was in uns vorgeht. Auf ihr machen sich Vorgänge von Herz, Leber, Magen und Nieren bemerkbar, vor allem wirken sich in ihrem Aussehen altersbedingte und durch Krankheit ausgelöste Veränderungen des menschlichen Organismus aus.

Haut besteht aus drei Schichten, Oberhaut, Lederhaut, und darunter die Unterhaut. In sie eingelagert sind Millionen von Schweiß- und Talgdrüsen zur Feuchtigkeitsregulierung, Nervenzellen für die Sinneswahrnehmung, ein Blutgefäßsystem zur Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Haut kann sich immer wieder erneuern, dehnen und zusammenziehen, kann schädliche Mikroorganismen abwehren, hat weichere Fettschichten zum Schutz, kann dickere und festere Schichten, wie Hornhaut, für stark beanspruchten Stellen bilden und vieles mehr. Wer sich all das klarmacht, staunt über die Vielfältigkeit dieses komplizierten Körpergebildes.

Wenn der Mensch älter wird, schon ab 30 Jahren, verändert sich das Aussehen der Haut. Auch ihre Funktionen sind dann nicht mehr so, wie sie in jüngeren Jahren waren. Für das Wohlbefinden aber gilt es, sie, so gut es geht, zu erhalten und zu versorgen.

Der Schwund an Zell- und Faserelementen macht die Haut insgesamt dünner. Veränderungen des Bindegewebes führen zu Hauterschlaffung und zu Elastizitätsverlust. Es entstehen vermehrt Falten und Runzeln. Violette Stränge werden durch die dünne Haut sichtbar. Die Talg- und Schweißdrüsensekretion ist rückläufig, die Funktionstätigkeit des Säureschutzmantels wird eingeschränkt. Für das Altern der Haut werden u.a. UV-Strahlen der Sonne, Chemikalien oder Krankheitserreger, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss verantwortlich gemacht. Durch hormonelle Vorgänge können Altersflecken entstehen. Bei geschädigter Altershaut ist mit geringeren Reparaturleistungen zu rechnen, Wunden heilen langsamer. Die Abnahme der Aktivität von Schweiß- und Talgdrüsen vermehrt die Bildung von Ekzemen und Hautinfektionen. Trockene Altershaut kann jucken, es entsteht erhöhte Anfälligkeit für Pilzbefall.

Wie man Haut im Alter richtig pflegt, muss überlegt sein. Zu den wichtigsten Mitteln gehört es z. B. Feuchtigkeits- und Fettverlust auszugleichen. Wenn beim Waschen der Säureschutz-mantel vorübergehend aufgehoben wird, befördert durch alkalische Seifen, hat das für die Haut alter Menschen schädliche Wirkungen. Auch sogenannte seifenfreie Reinigungsmittel entziehen der Haut meist Fett. Man sollte vorzugsweise Seifen auf Kernseifenbasis und rück-fettende Duschmittel verwenden. Sich mit lauwarmem Wasser kurz abzuwaschen ist besser als langes, heißes Baden. Zur Bekämpfung der allgemeinen Trockenheit der Haut ist es zweck-mäßig, eine Körpermilch oder Lotion zu benutzen. Öle und Salben können unter Umständen die Poren verstopfen, so dass es zu Reizungen kommt.

Von besonderer Bedeutung ist der Schutz der Haut im Intimbereich, da Altershaut gegen Ausscheidungen weniger widerstandsfähig ist. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, was man tun kann, eine Beratung, besonders bei speziellen Erscheinungen, wird äußerst nützlich