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Johanniskraut und Lavendel - Pflanzen für die Seele

Johanniskraut hat goldgelbe Blüten, es wächst an einem verzweigten Stengel, der Strauch wird etwa einen Meter hoch. Die gegenständigen Blätter sehen eiförmig aus und tragen zahlreiche durchscheinende Punkte auf der Oberfläche. Es blüht von Juni bis September, man findet es in Europa an Wegrändern und auf trockenen Wiesen, auch in lichten Wäldern kommt es vor.

Lavendel dagegen ist eine schmalblättrige Pflanze, die blau-lila blüht. Die Blüten wachsen ebenfalls an einem etwa einen Meter hohen Strauch. Seine Zweige sind stark verästelt und grau filzig behaart. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, findet man das Gewächs heute in Europa in vielen Gärten verbreitet. Da Lavendel winterhart ist, macht ihm die Kälte nichts aus.

Beides sind Pflanzen von hoher Wirkungskraft, haben einen wohltuenden Einfluss auf das seelische Befinden des Menschen. Sie befördern seine Gesundheit und dienen seinem Wohlbefinden wie kaum ein anderes Gewächs.

Aus getrocknetem Johanniskraut kann man einen Tee zubereiten, der kann gegen Depressionen helfen, auch Schlafstörungen kann man damit bekämpfen. Empfohlen wird, jede Tasse einzeln aufzugießen, jeweils morgens und abends davon zu trinken. Eine stärkere Heilkraft haben Kapseln und Tabletten, sie werden aus dem Trockenextrakt, das aus der Pflanze gewonnen wird, hergestellt. Dragees aus Baldrian und Johanniskrautextrakt helfen beim Einschlafen. Bevor man sie einnimmt, sollte man aber einen Arzt oder Apotheker fragen, um die richtige Dosierung und eine zweckmäßige Dauer der Einnahme festzulegen.

Lavendel hat einen angenehmen starken Duft, schon wenn man die Blüten von der Pflanze abstreift, riecht man das wunderbare Aroma. Hausfrauen legen Lavendelblüten zwischen ihre Wäschestücke im Schrank, sie verbreiten ihren erfrischenden Duft und halten die Motten fern.

Lavendel aus getrockneten Blüten hat sich auch bei Schlafstörungen und nervöser Unruhe bewährt. Trinkt man mehrmals täglich Tee aus Lavandula angustifolia, werden Körper, Geist und Seele wieder in Einklang gebracht. Seine Wirkstoffe kommen aus dem ätherischen Lavendelöl, das man aus den Blüten herauspresst. Es enthält etwa 2000 Inhaltsstoffe, die an der Wirkung beteiligt sind. Die stärkste Kraft entfalten Linalylacetat, Kampfer und Linalool. Diese Stoffe gelangen sowohl über die Luft als auch über die Haut oder durch Einnahme in den Körper.

Mit diesen Substanzen werden ebenfalls Entzündungen im Hals-, Nasen und Ohrenbereich behandelt. Man pflegt mit Lavendelöl auch die Bronchien und die Schleimhäute. Schlecht heilende Wunden kann man mit Salben, die Lavendelöl enthalten, bestreichen. Mit einer Creme, die Lavendel enthält, pflegt man auch die Haut, Insektenstiche heilen schneller. Wenn man bei Verbrennungen die geschädigten Hautstellen mit Lavendelöl einsalbt, stellt man fest, dass sie schnell und ohne Narbenbildung heilen.

Lavendelöl besitzt wie kein anderes Öl die Fähigkeit, verschiedene Düfte zu verbinden und zu harmonisieren. Dadurch lässt es sich sehr leicht mit jedem anderen ätherischen Öl wie Zimt, Nelke, Zitrone, Orange mischen. Solche Mischungen sind sehr beliebt, um mit Duftlampen ganze Räume zu harmonisieren und in eine ganz besondere Atmosphäre zu tauchen. Das dient der Entspannung und Regeneration. Menschen werden zu Gesprächen angeregt und verstehen sich besser.

Lavendel und Johanniskraut sind Heilpflanzen ganz besonderer Art. Sie fördern seit vielen Jahrhunderten das Wohlbefinden, helfen dem Menschen, seine Leiden zu bekämpfen und ein weniger beschwertes Leben zu führen