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Die Heuschnupfensaison beginnt... was tun?

Die Tage werden wieder wärmer und länger, die ersten Blumen blühen, morgens zwitschern die Vögel, der Frühling liegt in der Luft. Doch für diejenigen, die unter Heuschnupfen leiden, beginnt eine quälende Zeit: die Augen brennen, die Nase juckt, der Hals ist rau. Das liegt an den Blütenpollen, den männlichen Samenkörnern von Bäumen und Gräsern, die der Wind über Hunderte von Kilometern durch die Luft wirbelt, so winzig klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht wahrnehmen kann. Mitte März sind es die Pollen der Haselnusssträucher, der Erle und Weide, auf die manche Menschen besonders „allergisch“ reagieren. Je nach Jahreszeit und Witterung ist das immer wieder anderer Blütenstaub, den der Wind heranträgt. Hochsaison hat der Pollenflug von April bis Juni, dann fliegen besonders viele Pollen von Gräsern und Getreide, von Raps, Flieder, Kiefern, Birken und vielen anderen Sträuchern und Kulturpflanzen in der Luft herum. Man kann die Art und Intensität des Pollenflugs für jeden Ort in Deutschland täglich feststellen. Viele Zeitungen berichten darüber täglich, gute Informationen enthält das Internet, in der Apotheke kann man sich einen Pollenflugkalender holen.

Wie kommt es, dass der Pollenflug vor allem den Frühling und den Sommer vielen Menschen die Lebensfreude an den schönen Jahreszeiten verderben kann? Pollen lösen den sogenannten Heuschnupfen aus. Es handelt sich um eine Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems, des Immunsystems. Dieses dient der Abwehr von Krankheitskeimen, schützt den Menschen, aber manchmal reagiert es merkwürdigerweise auch auf harmlose Eindringlinge. Diese bezeichnet man als Allergene.

Nach dem Kontakt mit diesen, zum Beispiel mit den Pollen der Birke, werden bestimmte Antikörper gebildet, genannt Immunglobuline. Sie heften sich an die Oberfläche der Mastzellen und sie sind in der Lage, das Allergen zu erkennen. Kommt es zu einem erneuten Kontakt mit dem Allergen, „reißen“ die Mastzellen auf und schütten Histamin aus. Der Körper reagiert sofort, so als ob er einen Krankheitserreger abwehren muss. Er bekämpft ihn: die Schleimhäute der Nase schwellen an, man muss häufig niesen, die Nase beginnt zu triefen, es entsteht ein ständiger Juckreiz. Je nach Art des auslösenden Stoffes, der bekämpft werden soll, sind andere Beschwerden möglich: gerötete, brennende, tränende Augen, Anschwellen der Augenlider, trockener Husten. Man fühlt sich krank, abgeschlagen, ermüdet schnell, obwohl ein krank machender Erreger den Körper gar nicht getroffen hat.

Es gibt auch andere Allergene als Blütenstaub, Haare von Tieren, besonders Milben im Staub des Hauses, aus Pilzen im Staub von alten Büchern und vieles mehr. Allergien dieser Art treten auch im Winter auf.

Dass es Allergien in der Menschheitsgeschichte immer gegeben hat, ist erwiesen, aber warum nehmen sie in der heutigen Zeit ständig zu? Zu eindeutigen Ergebnissen hat die Forschung nicht geführt. Sicher ist, dass Allergien erblich sind. Waren beide Eltern allergisch, sind Kinder es häufig auch. Dann soll das mit der modernen Lebensweise zusammenhängen, übertriebene Hygiene, Essgewohnheiten, Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Auch was man dagegen tun kann, das ist ein weites Feld. Lassen Sie zunächst feststellen, gegen welche Pollen Ihr Körper allergisch reagiert. Das geschieht mit bewährten Tests bei Ärzten. Kennt man den Pollenflug des Tages oder der Woche an einem Ort, kann man den Aufenthalt dort meiden. Man kann Lebensgewohnheiten ändern. Wichtig ist die Vorbeugung. Empfohlen wird unter anderem die Einnahme von Zink. Es gibt auch homöopathische Mittel, mit denen man gute Erfahrungen macht. Tun Sie schon jetzt etwas zur Vorbeugung, bevor die Pollensaison richtig beginnt.