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Mehr Gesundheit durch das Sonnenvitamin

Überlegen wir mal, wie anders wir im Winter leben als im Frühjahr oder Sommer. Die Sonne scheint seltener. Wir gehen weniger an die frische Luft, verkriechen uns in der Wohnung, eilen schnell vom Büro nach Hause, haben den Körper zum Schutz vor Kälte ganz verhüllt. Es soll Menschen geben, die verlassen im Winter wochenlang nicht das Haus.

Wenn nun Depressionen, Kopfschmerzen, allgemeine Mattigkeit, Kreislaufprobleme auftreten, die Knochen schmerzen, das Immunsystem angeschlagen ist und sich häufig Erkältungskrankheiten entwickeln, braucht man sich nicht zu wundern.

Um das zu erklären, muss man wissen, dass es im menschlichen Körper Stoffe gibt, die er gar nicht oder kaum selbst produziert, die aber in ihm unbedingt vorhanden sein müssen, ohne die er nicht leben kann. Dazu gehören die Vitamine. Aufgenommen werden sie aus der Nahrung oder der Körper produziert sie auf seine Weise, wie zum Beispiel Vitamin D durch das Sonnenlicht. Vitamin D, auch bezeichnet als Cholecalciferol, ist überaus wichtig für die Gesunderhaltung der Kochen und Zähne. Es ermöglicht die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und die Rückaufnahme von Kalzium aus der Niere. Die Knochen benötigen zur Erhaltung natürlich auch noch andere Stoffe, außer Kalzium, Kupfer, Fluor, Magnesium und weitere Vitamine. Aber Vitamin D ist für ihre Funktionsfähigkeit von elementarer Bedeutung. Hat der Körper davon zu wenig, bekommen Kinder Rachitis, Menschen im Erwachsenenalter leiden unter Osteoporose. Die Knochen werden weich, mürbe und schief, bei leichten Stürzen brechen sie schon. Zähne faulen und fallen aus.

Vitamin D ist in einigen Nahrungsmitteln enthalten, besonders reichlich in Lebertran, in Fisch, Lachs und Hering, in Pilzen, in geringen Konzentrationen auch in der Rinderleber, sehr wenig in Eiern, Milch und Butter.

Etwa 90 Prozent des benötigten Bedarfs entsteht im Körper durch Sonneneinstrahlung auf die Haut.

Da der Mensch seinen Vitamin D Bedarf nach seinen Ernährungsgewohnheiten nicht aus der Nahrung decken kann, ist es erforderlich, dass er sich so viel wie möglich der Sonne aussetzt. Eine viertel bis halbe Stunde sollte sie täglich auf die Haut scheinen, das genügt. Ist der Himmel bedeckt, sind die ultravioletten Strahlen auch wirksam, werden aber teilweise durch die Wolken absorbiert. Ist der Himmel grau, muss der tägliche Aufenthalt im Freien also länger sein.

Die medizinische Forschung ist in den letzten Jahren zu ganz neuen Einsichten über die Bedeutung eines Mangels an Vitamin D gelangt. Ein solcher kann für viele Zivilisationskrankheiten, Allergien und Asthma, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Nervenerkrankungen, Infekte die Ursache sein. Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D kann auch mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Krebsarten verbunden sein.

Vor allem gibt es neuste Erkenntnisse darüber, in welcher Menge dieses Vitamin im Körper vorhanden sein muss, damit der Mensch gesund bleibt. Der empfohlene Tagesbedarf ist bei Erwachsenen etwa 2000 Einheiten pro Tag.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Viele von ihnen raten, um eine gute Versorgung zu gewährleisten, Vitamin D-Präparate einzunehmen.

Auf diese Weise geht man sicher, dass das Sonnenvitamin auch im Winter in ausreichender Menge im Körper vorhanden ist.